Panosis hat geschrieben:
Irgendwo im Forum hatte ich schon mal erklärt, was "Datenbank" bedeutet, nämlich:
1. eine systematische Sammlung von Daten (andere Bezeichnung: Datenbestand);
2. ein Ordnungsmuster, wie Daten gesammelt und gespeichert werden (auch: "Datenbanksystem");
3. eine Software, mit der Daten gesammelt und als Datenbestand gespeichert, danach wieder abgerufen, ausgewertet, manipuliert werden können.
Nr. 3 bezeichnet man eigentlich als Datenbank-Management-System (abgk. DBMS).
Unter Nr. 3 fallen DBMS wie z. B. DataMaker, Filemaker, Access, Oracle und andere. Wenn man so will, ist sogar das Datenbank-Modul in TextMaker ein DBMS (allerdings mit eingeschränkten Funktionen). Auch im Buchhaltungsprogramm steckt ein DBMS, weil die einzelnen Einträge einer Buchhaltung als Datenbestand im Sinne von Nr. 1 abgelegt werden.
Ein DBMS kann im übrigen mehrere Datenbestände und diese u. U. auch nach verschiedenen Systemen verwalten. So ist es zweifellos möglich, etwa die Adressen, die man für eigene Zwecke benötigt, und jene eines Vereins, den man nebenbei betreut, als getrennte Datenbestände zu verwalten. Je nach verwendetem System (Nr. 2) werden diese als zwei getrennte Dateien oder als zwei getrennte Pakete aus verschiedenen Dateien abgelegt.
Man kann aber ebenso auch z. B. Adressen, Buchhaltungsdaten, das Inventar des Lagers und z. B. die Verwaltung der Schlüssel zum Firmengebäude mit ein und demselben DBMS als je eigene Datenbestände verwalten. Diese werden je verschieden aufgebaut sein und sich somit in ihrer Struktur unterscheiden.
Schliesslich gibt es sehr verschiedene Wege, wie Daten bzw. Informationen geordnet und abgelegt werden können. Heute weit verbreitet sind die relationalen Datenbanken, es gibt aber etwa hierarchisch geordnete Datenbanken und andere mehr. Es gab sogar einmal den Versuch, eine assoziative Datenbank einzurichten, die das assoziative Denken des Menschen abzubilden versuchte.
Das Problem liegt nun eigentlich bei Nr. 2: Herkömmliche Datenbanken sind vorwiegend auf Informationen zugeschnitten, die sich aus Zahlwerten und Begriffen zusammensetzen. Ergänzend kommen sogenannte logische Daten hinzu. Längere Texte, zumal solche mit zugehörigen Formatierungen, sind in derartigen Systemen nicht wirklich vorgesehen. Dabei tanzen weder DataMaker noch das Datenbankmodul von TextMaker aus der Reihe. So schön etwa Access an der Oberfläche aussehen mag, intern sieht es dabei nicht wesentlich anders aus als bei irgendeiner anderen klassischen Datenbank.
Wenn es um das Sammeln, Ordnen, Verwalten und Speichern von Texten geht, so muss eine andere Konzeption als die der klassischen Datenbank verwendet werden.
Ich hatte bereits auf sogenannte Freetext-Datenbanken hingewiesen, zu denen CUEcards gehört. Das Problem stellen einerseits die Datenmengen dar. Texte lassen sich nicht in der Art vordefinierter Felder verwalten, da sie viel länger sein und in ihrer Länge auch erheblich schwanken können.
Zudem enthalten Texte auch gewisse Meta-Daten, die in einer klassischen Datenbank-Struktur nicht abgebildet werden können. Dazu gehören etwa die Absätze. Man mag dies auf den ersten Blick für unwichtig halten, doch wird ein Text in aller Regel in sinnvolle Abschnitte gegliedert. In Extremfällen kann das Fehlen der Absatz-Gliederung das Verständnis eines Textes enorm behindern. Zu denken ist etwa an ein Gedicht, dessen Verse auf je einer neuen Zeile stehen und nur deswegen sofort als Verse erkennbar sind. Auch z. B. Titel werden durch Absetzen in einer eigenen Zeile oder durch optische Auszeichnungen kenntlich gemacht.
Auf die Funktionen der Betriebssysteme hatte ich bereits aufmerksam gemacht. Dazu gibt es Ergänzungen wie Suchprogramme, die das Durchsuchen des Inhalts von Dateien ermöglichen.
Versuche, die oben umschriebenen Probleme zu lösen und Metadaten mit Texten mitzuführen, gibt es sodann etliche auf XML-Basis.
Wenn es darum geht, eine grössere Zahl von Texten lexikon-artig zu verwalten, dann wäre womöglich eine Wiki-Software eine gute Lösung. Davon gibt es heute etliche, davon manche auch als Freeware. Ich darf auf die Suchmaschinen im WWW verweisen.
Eine gute Aufklärung für mich als Laien! Mein Anliegen ist vielleicht besser zu verdeutlichen:
Möglichkeit der Suche von bestimmten Worten, Begriffen aus meinen vielen mit Richtext gespeicherten Textdateien zu finden und die entsprechende Datei nachlesen zu können!
Eine einfache Aufgabe/Anliegen, aber sie erscheint sehr schwierig zu sein!
Liebe Grüße Bherka (Hermann)