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Fussnoten sind, wie ihr Name bereits sagt, Texte, die auf dem Fuss einer Seite Platz finden sollten. Wenn sie das nicht tun, stimmt entweder etwas nicht, oder aber man muss eine andere Lösung finden. Allerdings ist es zumindest im Bereich der Geisteswissenschaften durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich Fussnoten verselbständigen können. Oftmals gibt es z. B. einen textkritischen Apparat, der unterschiedliche Fassungen mehrerer Überlieferungen erfasst. Auf dessen Inhalt hat man selten wirklichen Einfluss, denn er kann ja nur das wiedergeben, was eben aus den Quellen hervorgeht. Nun haben aber solche Überlieferungen öfters die Eigenart, dass die Abweichungen an einzelnen Stellen massiert auftreten. Wenn dazu noch inhaltlicher Kommentar kommt, wird's eng. Allerdings werden für derartige Aufgaben dann auch meistens spezialisierte Programme verwendet, die mehrere Apparate und Fussnoten verwalten können. Die daraus resultierenden Seiten-Layouts sind allerdings dann alles andere als schön und übersichtlich. Mir begegnete das Problem, allerdings nicht so krass, bereits in meiner Dissertation. Einige wenige Fussnoten waren einfach zu lang, um unter den Text zu passen. Ich habe diese in einen Anhang gesetzt und unter dem Text jeweils eine knappe Fussnote mit Verweis auf die Seite im Anhang platziert. Das war noch mit einer älteren Version von TM, die Problematik hat sich allerdings seither nicht grundsätzlich verändert. Man kann der Philosophie von Word folgen, jeglichen Unsinn mitzumachen. Man kann allerdings auch die Meinung vertreten, dass nichts unterstützt werden solle, was krass gegen die Regeln z. B. der Typographie verstösst. TM ist denn auch nicht allein, ein Programmpaket wie Tustep, das ein gewisses professionelles und typographisches Niveau hat und deutlich länger existiert als Word (aber z. B. auch länger als TeX), unterstützt z. B. ausufernde Fussnoten ebenfalls nicht.
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