Outlook-Export? - Da gibt's zwar nix von Ratiopharm, aber dafür 'nen kleinen "Würg-around" von IMAP!

1. Falls nicht vorhanden, legt man ein eigenes Googlemail-Konto an. Bei der Einrichtung achtet man darauf, dass a) der externe Abruf nicht über POP3, sondern über IMAP funktioniert und b) aus Gründen der Datenintegrität und -sicherheit nur verschlüsselte Verbindungen (http
s) verwendet werden. Dies kann man im Googlemail-Konto (= im Webmail-Interface auf googlemail.com) unter "Einstellungen" festlegen.
2. Man bindet dieses Googlemail-Konto in eM Client ein. Dies geht am zweckmäßigsten über das Menü Extras/Konten.../Neues Konto.../Automatisches Setup.
3. Man kopiert sämtliche E-Mail-Nachrichten per Drag&Drop aus dem lokalen Posteingang bzw. den lokalen Mailordnern von eM Client direkt auf den externen Googlemail-Server. Da dies mittels IMAP funktioniert, ist gewährleistet, dass sämliche Nachrichten auch korrekt als E-Mail-Elemente behandelt werden. Je nach Anzahl und Größe der Nachrichten kann dieser Upload natürlich etwas länger dauern...
4. Man bindet anschließend das Googlemail-Konto per IMAP in Outlook ein.
5. Voilà, von dort kann man dann die Nachrichten wiederum per Drag&Drop in den lokalen Posteingang bzw. die (selbst angelegte) lokale Ordnerstruktur von Outlook übernehmen. Notwendig ist dieser Schritt ausschließlich bei Nachrichten, die man aus dem lokalen Posteingang eines beliebigen Mailprogramms übernehmen will. Alles, was auf einem externen IMAP-Mailserver liegt, kann problemlos über die Einrichtung eines entsprechenden IMAP-Maikontos in Outlook (oder eM Client oder Mozilla Thunderbird oder Evolution oder oder oder) angezeigt werden. Die oben beschriebenen Schritte funktionieren nicht nur von eM Client zu Outlook, sondern von jedem beliebigen Mailprogramm mit IMAP-Unterstützung zu jedem anderen beliebigen Mailprogramm mit IMAP-Unterstützung.
Am zweckmäßigsten hält man seine Mail stets auf Mailservern mit IMAP-Anbindung vor; eine lokale Kopie (für den Fall, dass man z. B. mal keine Internet-Anbindung hat) kann man trotzdem herunterladen, mittels sogen. Offline-Synchronisation. Dann hat man mit einem Mausklick immer den neusten Stand auf allen Geräten, die man mit seinem IMAP-Konto (oder auch mit mehreren IMAP-Konten!) verbunden hat. Man ist grundsätzlich unabhängig von der verwendeten Hardware und in Sachen Mailnachrichten auch unabhängig vom verwendeten Betriebssystem oder dem installierten Mailprogramm bzw. PIM.

Ich persönlich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mit einem Mausklick nicht nur sämtliche Nachrichten, sondern auch Kontakte und Termine zwischen Googlemail und meinen beiden Computern per eM Client bzw. mittels Exchange ActiveSync auch mit meinem Smartphone synchronisieren kann. Sollte irgendeines dieser Geräte ganz überraschend seinen Geist aufgeben, muss ich mir um eventuelle Datenverluste keine Gedanken machen: einfach das neue Gerät einbinden und synchronisieren, schon ist alles wieder im Lack!

Wer jedoch Googlemail nicht traut, kann auch jeden anderen Mailanbieter wählen, der ein ausreichend großes Mailkonto mit IMAP-Anbindung zur Verfügung stellt. Bei Googlemail sind es m. W. mittlerweile ca. 10 GB Online-Speicher, die man ohne Berechnung zur freien Verfügung erhält.
Ich hoffe, diese kleine Anleitung hilft erst einmal weiter und bietet darüber hinaus auch eine grundsätzliche Möglichkeit, Export-/Importprobleme zwischen verschiedenen Mailanwendungen in der Zukunft komplett zu vermeiden.