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BeitragVerfasst: 26.01.2012 19:10:59 
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Hallo,

bezüglich der Anlegung eines Stichwortverzeichnisses habe ich folgende Frage:

Die normale Vorgehensweise ist ja das man sich Stichworte zusammenstellt und sich aus diesen dann das Stichwortverzeichnis erstellen lässt.
Dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht Dokumentspezifisch, da ich zu in einem möglicherweise ähnlichen Dokument nicht auf diese Stichworte zurückgreifen kann.

Ich habe öfter mit ähnlichen fachlichen Texten zu tun, wo es sinnvoll wäre man legt in einer Art "Schablone" alle relevanten Begriffe ab und kann sich dann in jedem Dokument dazu ein Stichwortverzeichnis erstellen.

Vielleicht geht das ja auch schon - dann habe ich es noch nicht herausgefunden.

Viele Grüße

emsei


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BeitragVerfasst: 26.01.2012 20:05:06 
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Ich verstehe nicht, wie das gehen soll. "Normalerweise merkt sich TextMaker nur die aktuell markierte Position des Begriffs" lautet ein Hinweis aus der Hilfe. Wie soll Deine Schablone denn fuktionieren? TM merkt sich die Position des als Stichwort markierten Wortes.


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BeitragVerfasst: 26.01.2012 22:50:32 
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Ich verstehe die Funktion so:
Man teilt Textmaker die Wörter mit die in das Stichwortverzeichnis sollen und Textmaker erstellt selbstverständlich das Stichwortverzeichnis mit den entsprechenden Positionsangaben im Dokument.

In meinem Fall (um konkret zu werden) schreibe ich eine Vielzahl von Gutachten zu ähnlichen Themen.
Wenn ich jetzt im 1. Gutachten-Dokument das Stichwortverzeichnis erstelle ist das ja alles kein Problem.

Fertige ich jetzt das 2. Gutachten-Dokument an mit den selben relevanten Stichworten (z.B. immer Medizinbereich) dann muss ich wieder alle Stichworte neu definieren, obwohl ich das ja beim 1. Dokument bereits getan hatte.

Ich hoffe ich habe mich jetzt verständlicher ausgedrückt - trotz allem schon einmal vielen Dank für dieses "lebendige" Forum.

Viele Grüße

emsei


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 07:58:16 
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Ich hatte das also richtig verstanden und so zitierte ich die Hilfe von TM. Hier ist von "markierten" Wörtern die Rede. Ich muss TM mitteilen, dass dieses markierte Wort in das Stciwortverzeichnis aufgenommen werden soll; dann merkt sich TM dessen Position (z.B. Seite 3) und, wenn ich das gleiche Wort mehrfach benannt habe auch seine Häufigkeit. Wie soll TM das denn nach Deinen Vorstellungen händeln?


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 08:16:34 
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Ja, das ist ja richtig und funktioniert alles tadellos.

Wenn ich jetzt jedoch ein neues Dokument (also eine andere Datei) erstelle und ich wieder ein Stichwortverzeichnis erstellen will, muss ich wieder alle Wörter (mühselig) markieren um ein neues Stichwortverzeichnis zu erstellen, obwohl (wie in meinem Fall), das neue Dokument / die neue Datei einen fachlich ähnlichen Text wie das 1. Dokument/Datei hat.

Und in diesem Fall dachte ich an eine Art "Schablone" (z.B. Arztgutachten) wo ich standardmäßig alle Begriffe die relevant sind hinterlege und auf diese bei jedem x-beliebigen Dokument darauf zurückgreifen kann um ein Stichwortverzeichnis zu erstellen.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 09:16:47 
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Tja, Register benötigen eine Menge Arbeit. "Vollautomatische" Register sind unbrauchbar, in brauchbaren steckt sehr viel Arbeit.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 09:26:42 
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Vielen Dank für die Antwort.

Aber ich denke genau dafür (und für viele andere Sachen) sollte Software da sein.

Immerhin wurde ja bis vor 20 Jahren und länger noch mit Schreibmaschine und Mehrausfertigungen mit Blaupapier gefertigt.

Da hatte man bestimmt auch gedacht, das ein Textdokument ganz schon "viel Arbeit" bedeutet - dann kamen Computer (mit Textverarbeitung) und Kopierer.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 09:52:02 
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Es ist ja nicht so, dass TM keine Hilfe beim Erstellen von Registern gäbe. Doch ein brauchbares Register setzt eine Analyse des Textes voraus, die Software bisher noch nicht leisten kann. (Gut, vielleicht hat die NSA Programme, die sowas können, doch diese filtern Terrorverdächtige aus dem Mailverkehr heraus und erstellen keine Register von Gutachten.)
Man kann natürlich sagen, ein Programm soll alle Vorkommen eines bestimmten Wortes registrieren und auflisten. Daraus entsteht aber nur eine Wortliste, kein Stichwortverzeichnis. Einer Wortliste kann ich zwar entnehmen, wo das Wort "Hund" auftritt, ich kann aber daraus nicht ersehen, ob es sich nun um einen echten Hund, ein Bild oder eine Statue oder aber um ein Schimpfwort handelt. In einem kunsthistorischen Text kann z. B. stehen, dass irgendwo Hunde abgebildet seien. Daneben kann auch stehen, dass es diese Hunde zur Zeit der Entstehung dieser Bilder gar nicht gegeben hat, sondern dass sie z. B. reiner Bild-Tradition entstammen, die von einer ganz anderen Kultur ererbt wurde, in der es diese Hunde tatsächlich einmal gegeben hat, bevor sie ausstarben. Ein gutes Register unterscheidet nun zwischen Hund (Bild) und Hund (Tier).
Es kann aber noch viel schlimmer kommen: In einem Text kann derselbe Begriff in verschiedenen Formen auftauchen. Bekannte Beispiele sind "der Philosoph" und "der Apostel", die daneben auch Aristoteles und Paulus bzw. einfach nur "er" heissen können. Es hilft wenig, nur "Paulus" zu erfassen, wenn er mehr als doppelt so oft einfach nur "der Apostel" oder "er" genannt wird. Ein solcher Eintrag wäre schlicht unbrauchbar.
Ein bekannter Philosoph wie Platon kann in einem Text schon einmal in seiner griechischn Form erwähnt werden, und dann ist ziemlich sicher eine andere Schriftart verwendet worden, eben eine griechische. Woher soll dann ein Programm wissen, dass Plato, Platon, Platons und platw,n dasselbe sind? (Wir wollen einmal griechische Flexionsformen wie platw,nos oder platw,na fortlassen - vielleicht meint jemand noch irrtümlich, die Form auf -a sei ein Frauenname.)
Was soll schliesslich ein Programm in Fällen von Synonymen anfangen? Wenn jemand über die Geschichte der Wiedergeburtsvorstellungen in Europa schreibt, dann werden neben "Wiedergeburt" gewiss auch "Reinkarnation", "Seelenwanderung" und "Metempsychose" auftauchen. Was soll nun geschehen? Eine sinnvolle Möglichkeit bestünde z. B. darin, sich für eines dieser Wörter als Oberbegriff zu entscheiden und alle Einträge darunter zusammenzufassen, die anderen Begriffe hingegen mit dem Hinweis "siehe x" zu versehen.
Ich will hier aufhören, ich glaube, das Problem sei nun allgemein nachvollziehbar.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 10:08:12 
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Ich schau mal ob die NSA ein Office anbietet :)


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 16:39:26 
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Nun bin ich an sich ein hilfsbereiter Mensch, weshalb ich mir überlegt habe, wie man dem Anliegen zumindest teilweise entgegenkommen könnte. Nur bleibt es bei meinem obigen Verdikt, dass ein gutes Register immer Arbeit voraussetzt.
Im Grunde geht es bei diesem Wunsch um so etwas wie einen Thesaurus. Ein Thesaurus ist eine Sammlung bestimmter Begriffe, die nach festgelegten Kriterien ausgewählt und geordnet wurden. Ein solcher Thesaurus ist z. B. die Schlagwort-Normdatei, wie sie in Bibliothekskatalogen verwendet wird. In Bibliotheksprogrammen ist es so, dass beim Eintragen eines Werkes die zugehörigen Schlagwörter aus der Normdatei ausgewählt werden können.
Wenn es in diesem Fall um eine Gattung von Schriftgut geht, in der es sich um einen feststehenden Bestand von Fachbegriffen handelt, die höchstens fallweise durch einige Allgemeinbegriffe ergänzt werden müssen, sich ansonsten aber nicht ändern, dann liesse sich vielleicht etwas basteln.
Ich schlage vor, erst einmal das Stichwortverzeichnis eines bestehenden Gutachtens zu kopieren und in ein leeres Dokument einzufügen. Dieses Dokument soll so formatiert werden, dass es künftig als Vorlage für neue Gutachten dienen kann. Ich vermute einmal, dass ein solches Gutachten ein Deckblatt aufweisen soll, auf dem der Name des Gutachters und des Auftraggebers bzw. Adressaten sowie das Thema und etwa erforderliche weitere Angaben vermerkt sind. Nun folgt vielleicht ein Inhaltsverzeichnis.
Vor dem eigentlichen Text muss nun eine leere Seite folgen. Auf dieser Seite sollen die gesammelten Stichwörter stehen. Nun ist etwas Handarbeit nötig: Die Seitenzahlen usw. müssen gelöscht und die Begriffe alle von Hand als Stichwörter markiert werden. Beim Markieren muss die Option "Alle Vorkommen aufnehmen" angewählt werden. Da diese Seite leer bleiben soll, muss nun der gesamte Text markiert und die Schriftfarbe auf weiss gestellt werden.
Was geschieht nun? Die betreffende Seite bleibt scheinbar leer, weil der Text weisse Farbe hat. Jedoch sind die gesammelten Stichwörter vorhanden und führen dank der Option "Alle Vorkommen aufnehmen" dazu, dass die betreffenden Begriffe beim Erstellen des Registers im gesamten Dokument gesucht und erfasst werden.
Etwa erforderliche weitere Begriffe müssen von Hand im Text markiert werden. Spielt z. B. ein Rhesusaffe eine Rolle im Gutachten, so muss einfach beim ersten Vorkommen dieses Wort markiert und mit der besagten Option versehen werden.
Zuletzt muss einfach das Anlegen des Registers gestartet werden. Nun ist es schon vollständig. Allerdings sind nun auch die Vorkommen auf der scheinbar leeren Seite vorhanden, denn dort stehen ja die Begriffe. Also müssen diese Zahlen noch aus dem Register entfernt werden, am besten durch eine Suchen-Ersetzen-Abfrage. Und zuallerletzt müsste überprüft werden, ob es nun überflüssige Einträge im Register gibt, bei denen die Seitenzahl fehlt, weil sie nur auf der "leeren" Seite vorkommen. Dann müssten sie von Hand gelöscht werden.
Soweit meine Idee. Ist vielleicht meilenweit von dem entfernt, was man sich wünschen mag, aber es sollte immerhin in die gewünschte Richtung gehen.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 17:24:57 
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@ Panosis
Echt raffiniert! =D> =D> =D>
Ich denke mal, dass die "meilenwerte Entfernung" in "millimeterweite Entfernung" schrumpft, je größer der jeweilige Text.
Nachtrag: Es funktioniert; ich habe es mit Deinem obigen Text durchgeführt. Man kann auch die angelegten Stichwörter auf dieser ersten (unsichtbaren) Seite mit der Option "Text in Tabelle umwandeln" in einer Tabelle setzen und sie sortieren. So kann man diese Tabelle leichter um weitere Fachbegriffe später einmal erweitern.
hilfreich wäre jetzt noch ein Shortcut bzw. ein Icon für die Option stichwort aufnehmen, damit die Erstanlage der Seite schneller vonstatten gehen kann.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 18:27:49 
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greifenklau hat geschrieben:
Hilfreich wäre jetzt noch ein Shortcut bzw. ein Icon für die Option stichwort aufnehmen, damit die Erstanlage der Seite schneller vonstatten gehen kann.
Den Shortcut kannst du dir selbst machen: Weiteres > Anpassen... > Tastaturbelegung, Gruppe "Weiteres", Befehl "Stichwort aufnehmen".

@Panosis: Das ist wirklich raffiniert ausgeknobelt, alle Achtung!


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 19:02:11 
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Ja ich finde das auch super.

Und ich finde es sehr gut - eigentlich ein Alleinstellungsmerkmal - das neben einer leicht verständlichen Hilfe derartige Forenlösungen entstehen.

Viele Dank.

Ein Grund mehr das Produkt und vor allem das drumherum weiterzuempfehlen.


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BeitragVerfasst: 27.01.2012 22:12:21 
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Panosis, Du siehst mich sprachlos

=D>


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BeitragVerfasst: 09.02.2012 09:42:35 
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Die eingangs gesuchte Funktion gibt es seit vielen, vielen Jahren bei Microsofts Word unter dem Begriff "Konkordanz": man legt eine separate Tabelle mit den gewünschten Begriffen an und verwendet sie als Basis für den zu erstellenden Index. Diese Funktion verwendet Feldfunktionen, deren Fehlen in Textmaker mir als Geisteswissenschafter das Leben immer noch schwer macht.

Aber: Natürlich ist ein so erstellter Index immer unter dem von Panosis so stringent zusammen gefassten Vorbehalt zu sehen. Deshalb gefällt mir das von ihm entworfene "Workaround" sehr gut, und ich finde, man sollte dieses in eine FAQ, oder besser Noch: in das Textmaker-Handbuch übernehmen.

Marcus


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