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Hallo sallustius,
mir ist doch noch ein Trick eingefallen, wie du um die manuelle Nummerierung herumkommst, wenn die Tübinger sich stur stellen. Ich glaube, der funktioniert aber erst mit TM 2012 (ich habe im Moment gerade kein TM 2010 installiert und kann deshalb nicht prüfen, ob die Funktion auch in 2010 schon enthalten ist).
In TM 2012 kann man mit Einfügen > Feld das Feld "Sequenznummer" einfügen. Das ist eigentlich zur fortlaufenden Nummerierung von Tabellen und Grafiken gedacht, lässt sich aber hervorragend für Fußnoten zweckentfremden. Im Fließtext gibst du statt einer manuellen Nummer das Feld Sequenznummer/Tabelle ein und unten im Fußnotenkasten das Feld Sequenznummer/Abbildung. Dadurch bekommst du zwei unabhängig voneinander laufende automatische Nummerierungen und musst nur noch darauf achten, dass sie parallel bleiben, also immer die richtige Fußnote zum richtigen Fußnotenverweis im Text gehört. Wenn du aber beim Schreiben Fußnotenverweis und Fußnote immer zugleich einfügst (oder löschst), sollte das eigentlich kein größeres Problem sein.
Weitere Vorteile dieses Verfahrens: Wenn du die Schattierung für Felder einschaltest, siehst du auf einen Blick, wo überall Fußnotenziffern stehen. Und man kann verschiedene Formate für die Fußnotenziffern verwenden, könnte also z.B. im Vorwort mit römischen und später mit arabischen Ziffern arbeiten. (Dann müsstest du das Vorwort allerdings als separates Dokument führen, denn mit diesem Verfahren wird eine fortlaufende Nummerierung über das ganze Dokument erzeugt, keine seitenweise. Falls die Zahl der Fußnoten also in die Hunderte geht, müsste man auch die Kapitel der Arbeit in einzelne Dokumente aufteilen, dann bekäme man eine kapitelweise Nummerierung.)
Man könnte noch ein Weiteres tun und die Textrahmen für die Fußnoten miteinander verknüpfen. Vorteil: Wenn nachträglich Textpassagen oder Fußnoten eingefügt werden und sich dadurch Verschiebungen über Seitengrenzen hinweg ergeben, muss man die zu verschiebenden Fußnoten nicht von Hand auf die nächste Seite übertragen, sondern sie rutschen von selbst in den Kasten auf der nächsten Seite. Nachteil: Man muss in jeder Fußnotenbox auch am Ende der zweiten Spalte einen manuellen Spaltenumbruch einfügen (und bei nachträglichen Änderungen die Spaltenumbrüche u.U. neu setzen, was aber vermutlich weniger Arbeit ist als Copy+Paste mit den Fußnoten). Weiterer Nachteil: Verbundene Textrahmen können nicht mehr automatisch wachsen. Man muss sie also auf jeder Seite manuell auf die richtige Größe ziehen. Wenn du auf den Komfort der automatisch wachsenden Textboxen nicht verzichten willst, könntest du beim Schreiben der Arbeit auch zunächst ein separates Fußnotendokument anlegen, in das du erstmal alle Fußnoten schreibst und das du in einem eigenen Fenster neben dem Dokumentfenster anzeigen lässt. Erst bei der Schlussredaktion setzt du dann in einem Rutsch die leeren Fußnotenkästen auf alle Dokumentseiten (mit Copy+Paste im Objekt-Modus) und kopierst dann portionsweise die Fußnoten hinein.
Noch ein abschließender Warnhinweis: Wenn man bei diesen Sequenznummern eine Nummer löscht, wird die Reihenfolge nicht sofort automatisch angepasst, sondern erst nach dem Drücken von F9. TextMaker macht die Anpassung zwar auch automatisch vor jedem Drucken oder Speichern, aber während des Arbeitsprozesses kann das eventuell irritierend sein, wenn man gerade die 10 gelöscht hat und beim nächsten Einfügen nicht 10, sondern 11 kommt. F9 macht's dann wieder gut.
Wie immer das Ganze auch als Beispieldokument (aber wie gesagt, im TM 2012-Format. Du musst dir also eventuell die Beta holen. Aber vielleicht kann es ja auch mal jemand anders brauchen.)
Viel Erfolg Jossi
P.S. Nachgeschaut: gibt's auch schon in TM 2010.
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