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 Betreff des Beitrags: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 29.06.2010 14:10:32 
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Ich würde gern eine Präsentation erstellen, die später mit Netbook und Beamer gezeigt werden soll.
Der Beamer hat eine native Auflösung von 1280x720 Pixeln und wird am VGA-Port des Netbooks als zweiter Monitor angeschlossen.

Leider finde ich in Presentations keine Option, um für eine neu anzulegende Präsentation die Auflösung 1280x720 einzustellen. Stehe ich auf dem Schlauch, oder geht das wirklich nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 29.06.2010 14:39:01 
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Die Auflösung kann unter Weiteres->Einstellungen auf dem Reiter "Ansicht" vorgegeben werden. Es wird aber automatisch die jeweils aktuelle Auflösung vorgewählt, so dass nur eine Einstellung nötig ist, wenn die gewünschte davon abweichen soll.

Da die Beamer gewöhnlich im 4:3-Format daherkommen muss ein 1280 Pixel breites Bild immer 1024 Pixel hoch sein. Diese Einstellung ist auch vorhanden.

Wenn das Bild verzerrt wird, einfach die Auflösung entsprechend korrigieren und ein 4:3-Format einstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 29.06.2010 16:12:56 
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Registriert: 05.06.2010 19:13:05
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pbk hat geschrieben:
Da die Beamer gewöhnlich im 4:3-Format daherkommen
Das ist doch längst nicht mehr Stand der Technik. Es gibt auch jede Menge Beamer in 16:10 und 16:9.

Habe ich Dich richtig verstanden, dass solche Auflösungen derzeit von Presentations nicht unterstützt werden? :(

Einen Modus, in dem z. B. 1280x1024 unter Beschnitt von je 152 Zeilen oben und unten dargestellt würden, kennt mein Beamer nicht. Wenn man ihm eine Auflösung mit anderem Seitenverhältnis zuführt, gibt er sie immer skaliert im Pillarbox-Format aus.
Und selbst wenn es einen entsprechenden Modus gäbe, wäre es sehr umständlich, die Auflösung des Computers nur wegen der Unzulänglichkeiten einer Software umstellen zu müssen.

PS: 1280x1024 sind nicht 4:3, sondern 5:4.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 29.06.2010 17:22:15 
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beiti hat geschrieben:
Einen Modus, in dem z. B. 1280x1024 unter Beschnitt von je 152 Zeilen oben und unten dargestellt würden, kennt mein Beamer nicht. Wenn man ihm eine Auflösung mit anderem Seitenverhältnis zuführt, gibt er sie immer skaliert im Pillarbox-Format aus.

Yep, wäre ja auch korrekt. Der Rand rechts und links stört doch nicht. Die Folie hat ja auch ein klassisches Format.

beiti hat geschrieben:
Und selbst wenn es einen entsprechenden Modus gäbe, wäre es sehr umständlich, die Auflösung des Computers nur wegen der Unzulänglichkeiten einer Software umstellen zu müssen.

Nun, Presentations bietet das an, was in diesem Bereich normalerweise für Präsentationen verwendet wird. Mit Presentations dreht man keine Filme, daher macht ein exotisches Format keinen wirklichen Sinn. Schließlich ist der Druck von 16:9-Folien im Handout auch ein wenig grenzwertig.

Für spätere Versionen von Presentations ist sicher damit zu rechnen, dass auch "krumme" Formate unterstützt werden. Allerdings sehe ich hier eher 720p oder 1080p, denn das wird der Standard werden für Breitbild-Geräte -- die anderen Formate sind lediglich wie ein "Brückentier" in der Biologie zu sehen. Für das schnelle Geld für den Hersteller interessant, aber nur von kurzer Lebensdauer.

beiti hat geschrieben:
PS: 1280x1024 sind nicht 4:3, sondern 5:4.

Maybe. Das macht nicht wirklich einen großen Unterschied ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 29.06.2010 22:07:44 
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Vielleicht bin ich technisch nicht auf der Höhe, aber 16:9 ist eigentlich kein typisches PC-Format. PC-Monitore haben in aller Regel ein Seitenverhältnis von 4:3 oder 5:4, Digitalkameras übernehmen meist das Format 4:3, obwohl im photographischen Bereich eher das Seitenverhältnis 3:2 verbreitet ist.
Es ist technisch unmöglich, alle diese Formate ohne Kompromisse, Verluste oder Verzerrungen ineinander überzuführen. Dies liesse sich auch mathematisch beweisen, sei aber an dieser Stelle übergangen.

Nun gibt es grundsätzlich zwei Wege, wie sich ein nicht passendes Bildformat anpassen lässt: Entweder wird an der Ausgabe geschraubt, oder aber die Quelle wird entsprechend überarbeitet.
Konkret bedeutet dies, dass ein Ausgabegerät mit dem Format 16:9 eigentlich technisch auf der Höhe sein und 4:3 oder 5:4 emulieren sollte.

Dies beschränkt sich allerdings auf die Ausgabeseiten. Wenn man das Problem grundsätzlich lösen will, muss auf Quellseite gearbeitet werden.
Unter Presentations bedeutet dies ganz einfach: Unter Datei / Seiteneinstellungen das Seitenformat der Folien auf 16:9 umstellen. Danach muss man nur noch die Folien alle durchsehen und ggf. unschöne Verschiebungen, Formatierungen u. dgl. ans veränderte Seitenverhältnis anpassen.
Das braucht ein wenig Handarbeit, ist aber die einzige wirkliche Lösung des Problems.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 30.06.2010 09:16:42 
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Panosis hat geschrieben:
PC-Monitore haben in aller Regel ein Seitenverhältnis von 4:3 oder 5:4,
Neuer Standard für PC-Monitore scheint das 16:10-Format geworden zu sein, denn 90 % der heute erhältlichen Monitore haben dieses Format (1280x800, 1680x1050, 1920x1200, 2560x1600). Daneben gibt es Multimedia-Monitore in 16:9 (v. a. 1920x1080) und diverse Sonderauflösungen von Notebooks und Netbooks (z. B. 1280x600). Wesentlich seltener gibt es noch 19-Zöller in 5:4 (1280x1024). Die alten 4:3-Auflösungen (1024x768 und 800x600) spielen praktisch keine Rolle mehr.
Anders sieht es noch bei den Beamern aus. Hier hat sich 1024x768 seit Jahren als Quasi-Standard etabliert, und selbst Geräte mit 800x600 Pixeln sind noch auf dem Markt. Allerdings gibt es auch einen Trend zu Präsentationsbeamern in 16:10 (1280x800, 1920x1200), während die typischen Heimkino-Beamer natürlich auf 16:9 (1280x720, 1920x1080) setzen.

Stellt sich die Frage, auf welches Format man eine Präsentation optimiert. Wer mit wechselnden Beamern in irgendwelchen Konferenzsälen arbeitet, wird meist noch 4:3 wählen. Aber wenn man Monitore, Notebook-Displays oder eigene Beamer einsetzt, sieht es ganz anders aus.

Zitat:
Es ist technisch unmöglich, alle diese Formate ohne Kompromisse, Verluste oder Verzerrungen ineinander überzuführen.
Das verlangt ja niemand.

Zitat:
Konkret bedeutet dies, dass ein Ausgabegerät mit dem Format 16:9 eigentlich technisch auf der Höhe sein und 4:3 oder 5:4 emulieren sollte.
Aber das ist nur eine Notlösung für den Fall, dass man überraschend auf ein Ausgabegerät mit abweichendem Format stößt. Wenn man das Format von vornherein kennt, wird man die Präsentation gleich passend anlegen.

Zitat:
Unter Presentations bedeutet dies ganz einfach: Unter Datei / Seiteneinstellungen das Seitenformat der Folien auf 16:9 umstellen.
Wenn das so klappt, bin ich völlig zufrieden. Aber ich bin immer noch verwirrt von der Tatsache, dass man hier nur Zentimeter-Maße und keine Pixelmaße einstellen kann. Okay, für Schriften und Linien etc. spielt es keine Rolle, aber Bilder würde ich doch gern pixelgenau anlegen.

Zitat:
Danach muss man nur noch die Folien alle durchsehen und ggf. unschöne Verschiebungen, Formatierungen u. dgl. ans veränderte Seitenverhältnis anpassen.
Das gilt aber nur, wenn man es vorher im falschen Verhältnis angelegt hat. Warum sollte man das tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 30.06.2010 21:23:17 
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Nun, wenn jemand alles so viel besser weiss als wir, frage ich mich schon, warum dann überhaupt noch gefragt wird.

Ich will mich daher nicht auf Standard- und Norm-Debatten einlassen, sondern nur eine Ergänzung zum Thema Masseinheiten anbringen. Der Online-Hilfe wäre zu entnehmen - so man sie denn lesen würde, was anscheinend niemand tut -, und im Handbuch steht dies (PDF oder gedruckt) sinngemäss ebenfalls:

Zitat:
Maßeinheit

Nur bei Linux: Hier können Sie einstellen, welche Maßeinheiten Presentations standardmäßig verwenden soll: Metrisch (Zentimeter) oder U.S. (Zoll).

(Unter Windows ist diese Option nicht erforderlich, da das Programm dort automatisch die Einstellung übernimmt, die in den Regions- und Sprachoptionen der Systemsteuerung von Windows gewählt wurde.)

Tipp: Unabhängig von dieser Einstellung können Sie in Dialogen jederzeit Werte in anderen Maßeinheiten eingeben, indem sie hinter dem Wert eine der folgenden Maßeinheiten eintippen:

Einheit
Bemerkung

cm
Zentimeter

in
Inch (Zoll) – 1 in entspricht 2,54 cm.

pt
Punkt – 72 pt entsprechen 1 in.

pi
Pica (Zeichen)


Tippen Sie also beispielsweise für den linken Seitenrand "2 in" ein, setzt Presentations diesen auf 2 Zoll (=5,08 cm).


In der vagen Hoffnung, dass dieser Hinweis vielleicht mal von jemandem gelesen wird: Es lohnt sich immer, die Hilfen und Handbücher zu konsultieren.

Auch eine Pixel-Diskussion will und mag ich an dieser Stelle nicht führen und lasse es damit bei diesem oben angebrachten Hinweis bewenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 30.06.2010 23:31:21 
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Panosis hat geschrieben:
Nun, wenn jemand alles so viel besser weiss als wir, frage ich mich schon, warum dann überhaupt noch gefragt wird.
Ich wollte mit meinen langen Ausführungen bestimmt nicht den Eindruck des Besserwissers erwecken. :oops:
Eigentlich wollte ich nur wissen, wie ich eine Präsentation passend zur Auflösung meines Beamers (1280x720) anlegen und wiedergeben kann.

Inzwischen habe ich einen praktischen Test mit Netbook und Beamer gemacht, und es sieht so aus, als ob Presentations im Vollbildmodus durchaus auch andere als die angegebenen Bildschirmauflösungen nativ unterstützt. Somit ist die Ausgabe-Seite schon mal geklärt.

Bleibt die Frage, wie ich die Präsentation vorab im richtigen Format erstellen kann. Mich hat verwirrt (und darin gründet meine ursprüngliche Frage), dass man als benutzerdefiniertes Format nur Längenmaße (Zentimeter) eingeben kann, aber keine Pixelmaße. Ich kann z. B. 16 x 9 cm einstellen, muss dann aber dem Zufall überlassen, wie gut oder schlecht das Programm meine eingebundenen Fotos skaliert.
Ich war davon ausgegangen, dass Bildschirmpräsentationen pixelgenau angelegt werden sollten. Bin ich damit komplett auf dem Holzweg?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 01.07.2010 09:04:54 
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beiti hat geschrieben:
Ich war davon ausgegangen, dass Bildschirmpräsentationen pixelgenau angelegt werden sollten.


Wenn es dafür eine Quelle gibt, so wüsste ich gerne welche.

Grundsätzlich ist es nie verkehrt, ein Bild in einer höheren Auflösung einzubinden als in jener des Ausgabegeräts.

Eine Pixel-Diskussion will und mag ich hier nicht führen, empfehle aber, sich einmal mit diesem Begriff auseinanderzusetzen und einschlägige Unterlagen dazu zu lesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 01.07.2010 12:00:07 
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Panosis hat geschrieben:
Grundsätzlich ist es nie verkehrt, ein Bild in einer höheren Auflösung einzubinden als in jener des Ausgabegeräts.
Ich bin da ein "gebranntes Kind", weil ich von der Fotografie her komme und die Erfahrung gemacht habe, dass Bildbetrachtungsprogramme bzw. "Diaschau-Programme" sehr unterschiedlich gut oder schlecht skalieren (Schärfe, Artefakte etc.). In der Bildpräsentation ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man Fotos vorab in die exakte Auflösung des Ausgabegerätes bringen und jede Skalierung (also auch abwärts) innerhalb der Wiedergabe-Software vermeiden soll. Genau das wollte ich mit Presentations umsetzen.

Aber ich sehe schon langsam ein, dass Präsentationen mit einem Programm wie Presentations einen anderen Anspruch und andere Schwerpunkte haben. Etwa an den möglichen Ausdruck einer Präsentation auf Papier habe ich überhaupt nicht gedacht (und brauche ich für meine Zwecke auch nicht). Ich hatte mir Presentations eher wie ein Diaschau-Programm mit erweitertem Text-Layout vorgestellt, aber da lag ich wohl falsch.

Zitat:
Eine Pixel-Diskussion will und mag ich hier nicht führen, empfehle aber, sich einmal mit diesem Begriff auseinanderzusetzen und einschlägige Unterlagen dazu zu lesen.
:?: Ich weiß ehrlich nicht, was Du mit "Pixel-Diskussion" meinst. Ist aber auch egal, da es uns offenbar nicht weiterbringt.

Trotzdem danke für den Versuch, mir zu helfen. Vielleicht drücke ich mich manchmal zu umständlich und unverständlich aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 01.07.2010 13:28:45 
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Wenn es um Photographie geht, so beziehe ich meine Weisheit grundsätzlich aus:

Jost J. Marchesi: digital PHOTOKOLLEGIUM, 3 Bände, 2007.

Darin werden u. a. auch die Probleme von Rasterung, Pixel-Bildung, Berechnung der Auflösung usw. usf. besprochen. Dies erfolgt gewiss nicht erschöpfend, sollte aber für unsere Zwecke genügen.

Das Problem einer Präsentations-Software ist, dass es sich eben nicht um eine "erweiterte" Dia-Schau handelt, sondern um eine eigene Gattung. Präsentationen können aus verschiedenartigen Elementen bestehen. Pixel-Bilder sind nur eine Möglichkeit. Daneben können auch Elemente auftreten, die vektorisiert sind, so die meisten Text-Elemente, aber auch Pfeile, Linien, Strichzeichnungen usw. neben animierten Bild-Effekten wie Filmen, Folienübergängen, Bewegungen einzelner Elemente u. dgl. Ferner sind auch Effekte möglich, die anikonisch sind, z. B. Klänge, Begleitmusik usw.

Nach einer Faustregel, die im Einzelfall durch eine genauere Berechnung ersetzt werden kann, sollten Pixelbilder mit der ca. 1,2- bis 1,5-fachen Auflösung des voraussichtlichen Ausgabemediums eingebunden werden.

Doch wie gesagt: Diese Debatte will und mag ich an dieser Stelle nicht führen, sondern überlasse diese den entsprechenden Ideologen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 01.07.2010 13:52:25 
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Panosis hat geschrieben:
Nach einer Faustregel, die im Einzelfall durch eine genauere Berechnung ersetzt werden kann, sollten Pixelbilder mit der ca. 1,2- bis 1,5-fachen Auflösung des voraussichtlichen Ausgabemediums eingebunden werden.
Das ist eine Herangehensweise, bei der man sich als Nutzer nur um den Informationsgehalt kümmert und davon ausgeht, dass die Präsentationssoftware das Pixelraster schon ordentlich runterskalieren wird (z. B. bikubisch oder wenigstens bilinear - 99 % der Benutzer werden sich darüber wohl nie den Kopf zerbrechen). Ich sehe mittlerweile auch ein, dass das bei einer Präsentationssoftware mit ihrem Medien-Mix und ihren flexiblen Einsatzbereichen kaum anders zu lösen ist. Ich war halt von falschen Vorstellungen ausgegangen, aber nun ist die Sache ja geklärt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahl der Bildschirmauflösung
BeitragVerfasst: 01.07.2010 20:15:35 
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Was soll ich dazu sagen?

In der Realität habe ich schon so einiges gesehen: Bei meiner letzten öffentlichen Präsentation, erstellt mit Softmaker Presentations, aber zwangsweise auf einer fest installierten PC-mit-Beamer-Kombination unter MS PP zeigten sich auf den Bildern dann plötzlich feine Punktemuster, die ich unter SMO nicht nachstellen konnte. Einmal habe ich gesehen, wie mit einem kostbaren Beamer auf eine weisse Wand projiziert wurde, die erstens uneben und zweitens fleckig war. Ein andermal wurde auf eine Leinwand, die sich an verschiedenen Stellen krümmte, projiziert.

Was soll man dazu sagen?

Es gibt Leute und (öffentliche) Institutionen, die sich Beamer für 20'000 leisten, aber Begriffe wie ECI, Colormanagement, Farbkalibrierung und dergleichen nie gehört haben und noch nicht einmal bereit sind, ein Mal jährlich einen verhältnismässig geringfügigen Betrag für ein Leuchtmittel z. B. für einen Diaprojektor auszugeben.

Was soll man dazu sagen?

Meine Meinung ist, dass es reichlich überflüssig sei, sich um einzelne Pixel zu kümmern, wenn man am Ende unter derartigen Bedingungen vorführen muss. Dass eine Präsentations-Software heterogene Elemente wie vektororientierte Elemente und Pixel-Bilder vereinigt, hatte ich bereits erwähnt.
Doch noch einmal ein Hinweis zum Thema Pixel: Was ist ein Pixel?
Wenn ein Pixel-Bild bearbeitet wird, dann ist ein Pixel genau ein Bildpunkt, der eine exakt definierte Farbe besitzt. Doch schon beim Speichern wird (ausser in den wenigen Fällen, in denen ein nicht-komprimierendes Dateiformat verwendet wird) aus einzelnen Bildpunkten etwas anderes.
Der eben erwähnte wohldefinierte Bildpunkt existiert jedoch vorwiegend als theoretisches Konstrukt. Denn sobald ein Pixel-Bild ausgegeben wird, muss ein Bildpunkt in die realen Möglichkeiten des betreffenden Ausgabegeräts umgesetzt werden. Und da backen nun fast alle Ausgabegeräte ähnliche Backware, nämlich: Sie setzten Pixel in Punktraster um, die aus einiger Distanz betrachtet die Illusion eines Bildes erzeugen. Drucker ebenso wie Bildschirme und Projektoren setzen dabei "Farben" aus einer Mischung mehrerer, nebeneinander liegender Punkte in verschiedenen Ausgangsfarben zusammen. Wie dies im einzelnen geschieht, darin gibt es mannigfaltige Unterschiede. Bei einem teuren Drucker mit 8 Tinten statt nur der üblichen vier ist natürlich eine sehr viel bessere Bild- und Farbqualität möglich.
Projektoren wären technisch so auszulegen, dass mit sich überlagernden Farbstrahlen reine Farbpunkte erzeugt werden könnten. In der Praxis wird aber doch meist gerastert.
Meine persönliche Meinung zum Thema ist daher, dass Pixel-Genauigkeit in den meisten Fällen verlorene Liebesmühe sei, wobei es natürlich Anwendungen gibt, bei denen dieses Vorgehen sinnvoll ist.
Die bereits erwähnte "Faustregel" basiert ja eben gerade auf diesem Phänomen, dass ein abstrakt vorliegendes, an sich perfektes Punkte-Bild bei der Ausgabe gerastert wird, wobei es notwendig zu Verlusten kommt. Indem nun etwas mehr Information übermittelt wird, kann in der Regel die Rasterung besser durchgeführt werden. Software, Grafikkarten, Rasterprozessoren, Druckertreiber usw. sind ja im allgemeinen heute auch nicht mehr so primitiv wie auch schon. In der Praxis lohnt sich aber auch schon einmal der Versuch, ein Bild in verschiedener Auflösung probeweise auszugeben: 1:1, 1:1,5, 1:2 - je nach dem zeigen sich bei der einen oder andere unschöne Raster, Muster oder Verzerrungen. Die Konsequenz daraus ist, entweder die schuldige Komponente zu suchen und gegen eine bessere auszutauschen oder aber mit einer anderen Auflösung zu arbeiten, die umgerechnet wird.

Dies von meiner Seite als abschliessendes Lamento zum Thema.


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