kike hat geschrieben:
Ich wundere mich über zwei Dinge:
Erstens über den Umgangston, mit dem vom Support ein Kunde behandelt wird. Mit meinem Kunden gehe ich zwangsläufig bedeutend geduldiger um.
An diesem Thread war der Support von SoftMaker überhaupt nicht beteiligt. Dies ist ein Forum -- SoftMaker Volunteers sind keine Support-Mitarbeiter, sondern normale User, die hier (wie der Name sagt) freiwillig Fragen beantworten.
kike hat geschrieben:
Zweitens verzweifle ich auch an dieser seltsamen Logik der Seiteneinstellung - und ich komme beruflich aus dem Bereich Satz und Grafik. Diese Logik kann sich nur ein Programmierer einfallen lassen und Softmaker wäre gut beraten, sich mal bei anderen Programmen umzusehen.
Von Word kann man halten was man will, auch wenn ich dort mit den Formateingaben selten Probleme hatte. Aber man könnte sich ja mal bei den Profis umsehen. Wenn ich mir beispielsweise InDesign von Adobe ansehe - und das ist nun wirklich für den Satz von Büchern und Broschüren gemacht - dann spricht man dort bei mehrseitigen Dokumenten richtigerweise nicht vom linken und rechten Rand, sondern vom inneren und äußeren. Der Bundsteg ist im Setzer- und Druckerdeutsch kein Maß, das irgendeinem Abstand addiert wird, sondern definiert ganz klar den inneren Rand, der Randsteg den äußeren. Genau so macht es Indesign, das ist logisch, das ist professionell, und das ist einfach. Das würde ich mir im Textmaker auch wünschen.
Ich jedenfalls verstehe die Unlogik nicht, auch nicht nach dem Lesen des Handbuches.
Soweit ich sehe, geht es hier um zwei Dinge:
Erstens um die unkorrekte Verwendung des Begriffs „Bundsteg“; möglicherweise -- aber das ist nur eine Vermutung von mir -- angeregt durch die Tatsache, dass man bei unterschiedlichen linken und rechten Seiten normalerweise im Bund etwas zugibt, aber zugegeben terminologisch falsch. Allerdings benutzt Microsoft Word den Begriff ganz genauso, so dass TextMaker mit diesem Fehler nicht allein steht.
Zweitens geht es um die Logik der Randeinstellungen bei abwechselnden Seiten. Aus meiner Sicht wäre es am logischsten, a) eine Bindekante anzugeben und b) relativ dazu einen inneren und äußeren Rand. Aber damit hätten dann wahrscheinlich andere Benutzer wieder Probleme.
So, wie es derzeit in TextMaker gelöst ist, ergeben die Einstellungsmöglichkeiten „Links“, „Rechts“ und „Oben“ für den „Bundsteg“ keinen Sinn, weil sie keine unterschiedlichen linken und rechten Seiten definieren, also genausogut in den normalen Randeinstellungen gemacht werden können. Während diese Einstellungsmöglichkeiten zwar überflüssig, aber nicht weiter störend sind, vermisse ich etwas anderes: Es ist nicht möglich, für ein Buch oder z.B. einen Kalender im Querformat (der also von unten nach oben umgeblättert wird statt von rechts nach links) abwechselnd unterschiedliche Ränder für oben und unten einzustellen. Das ist ein echtes Manko, das alle anderen mir bekannten Programme allerdings ebenfalls aufweisen: Auch in InDesign kann man nur oben, unten, innen und außen einstellen, ebenso in Microsoft Word, wobei ich sagen muss, dass ich die Einstellungsmöglichkeiten für den Seitenrand in Word als wesentlich konfuser, widersprüchlicher und undurchsichtiger empfinde als in TextMaker. Da verstehe
ich die Unlogik nicht.
Freundlichen Gruß
Jossi