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BeitragVerfasst: 08.12.2008 01:00:46 
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Guten Tag!

Bei aller Freude an der neuen Linux-Version von SoftMaker Office gab es denselben Wernutstropfen wie schon bei allen Vorgängerversionen: kein Formeleditor vorhanden! Vor Jahren erhielt ich auf die entsprechende Frage die Antwort, dies sei leider technisch nicht machbar, da Linux kein OLE unterstütze. Dies erstaunt mich heute umso mehr, als ich vor nicht langer Zeit in OpenOffice 2.3 und 2.4 unter Linux ein Word-Dokument mit Formeln öffnete, doppelt auf eines dieser Objekte klickte und es gleich bearbeiten konnte -- der OpenOffice-Formeleditor unter Linux kann also OLE-Objekte öffnen und das Format von MathSoft-Formeln (das übrigens öffentlich zugänglich ist) korrekt interpretieren. Ist dies in SoftMaker-Office wirklich nicht machbar?

Als erster Schritt wäre es für mich (und vielleicht auch manche andere Benutzer) schon sehr hilfreich, wenn Formeln, die mit OOo Math erstellt wurden, in Texte und Präsentationen eingebaut werden könnten (ggf. ohne Bearbeitungsmöglichkeit).

Als "proof of concept" hänge ich zwei Dateien an: eine Word-Datei (formel_Word.doc) mit einer kurzen Formel sowie die von OpenOffice 2.4 unter Linux geöffnete Word-Datei, in der die Formel mit OOo Math von Hand redigiert wurde und die dann als formel_OOo.doc wieder abgespeichert wurde.

Mit freundlichen Grüssen,
Dieter Issler


Dateianhänge:
Dateikommentar: formel_Word.doc in OOo Math 2.4 importiert und nach manueller Bearbeitung der Formel (Vereinfachung des Quellcodes) wieder als MS Word-Dokument formel_OOo.doc abgespeichert
formel_OOo.doc [96 KiB]
77-mal heruntergeladen
Dateikommentar: Die originale, unter MS Word erstellte Datei mit einer Formel
formel_Word.doc [15.5 KiB]
74-mal heruntergeladen
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BeitragVerfasst: 08.12.2008 08:56:16 
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OpenOffice verwendet unter Linux kein OLE, sondern eine eigene Lösung. Gleiches gilt für den Formeleditor, der ebenfalls eine eigene Lösung ist und sich in erster Linie durch Unbedienbarkeit auszeichnet. Mit MathType unter Windows ist das leider überhaupt nicht zu vergleichen.

Entsprechende Lösungen gibt es aber derzeit meines Wissens nicht für Linux und daher gestaltet sich die Einbindung eines Formeleditors auch weiterhin als sehr, sehr schwierig.

Softmaker müsste also einen vollständig eigenen Formeleditor entwickeln, der dann auf bspw. MathML oder dergleichen aufbaut und diesen dann in alle Versionen (Linux, Windows, PocketPC) einbinden. Da sehe ich einen ziemlichen Einsatz von Ressourcen, die sich möglicherweise nicht Rechnen, denn einen guten Formeleditor entwickelt man nicht eben so. Das sieht man auch schon an dem Beispiel, dass Design Science quasi nichts anderes macht als einen Formeleditor zu entwickeln. Das sie damit unter Windows bspw. faktisch konkurrenzlos sind, spricht für sich.


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BeitragVerfasst: 08.12.2008 12:52:46 
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Was wäre denn, wenn man einen MathML-Renderer einbaute? Dann könnte man Folien aus OpenOffice, KFormula & Co importieren (und vielleicht an der Schriftanpassung etwas drehen), oder?

Mit freundlichem Gruß,
Theorik


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BeitragVerfasst: 08.12.2008 13:22:44 
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Besten Dank für die Antwort von pbk. Ich muss allerdings gestehen, dass sie mich nicht wirklich befriedigt -- über die Interna von SoftMaker Office kann ich nichts aussagen, aber was Formelsatz anbelangt, habe ich rund 25 Jahre LaTeX-Erfahrung auf dem Buckel und muss sagen, dass für mich, der ich sehr häufig Formeln schreiben muss, (1) LaTeX bez. Qualität und Produktivität (!) nach wie vor das Mass der Dinge ist und (2) der Formeleditor von OOo dank LaTeX-ähnlicher Syntax deutlich produktiver ist als der in Word eingebaute (zu dem von Word 2007 verwendeten kann ich mangels Erfahrung noch nichts sagen), während die Satzqualität für die Zwecke, wo ich ihn einsetze (z.B. Präsentationen), ausreichend ist. Dies sind nicht Aussagen eines MS- SoftMaker-, OOo- oder LaTeX-Fans, sondern die Erfahrungen eines Benutzers, und viele meiner Kollegen mit ähnlichen Bedürfnissen würden dies unterschreiben.

Wie OOo OLE behandelt bzw. nachbildet, weiss ich nicht, aber meine trivialen Beispieldateien zeigen, dass es solche Objekte lesen, verstehen und einwandfrei schreiben kann, und zwar auch unter Linux. Daher ist es für mich schwierig nachzuvollziehen, dass etwas Analoges in SoftMaker sehr schwierig sein solle. Ob es sich für SoftMaker rechne, einen Formeleditor zu entwickeln, ist eine andere Frage, aber die Frage von theorik lässt mich vermuten, dass ich nicht der einzige bin, dem wenigstens mit einer Importmöglichkeit geholfen wäre.

Mit freundlichen Grüssen,
Deiter Issler


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BeitragVerfasst: 08.12.2008 14:39:21 
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dieter.issler hat geschrieben:
Besten Dank für die Antwort von pbk. Ich muss allerdings gestehen, dass sie mich nicht wirklich befriedigt -- über die Interna von SoftMaker Office kann ich nichts aussagen, aber was Formelsatz anbelangt, habe ich rund 25 Jahre LaTeX-Erfahrung auf dem Buckel und muss sagen, dass für mich, der ich sehr häufig Formeln schreiben muss, (1) LaTeX bez. Qualität und Produktivität (!)

Das ist unbestritten, was die Qualität von LaTeX-Formeln angeht. Allerdings ist weder LaTeX noch OpenOffice irgendwie "Endkundentauglich" ohne das irgendwie abschätzend zu meinen. Es ist halt deutlich einfacher die Formeln mit dem Formeleditor zusammenzuklicken als komplizierte Befehlskonstrukte zu produzieren. In diesem Punkt ist MathType tatsächlich immer noch tonangebend.

dieter.issler hat geschrieben:
und (2) der Formeleditor von OOo dank LaTeX-ähnlicher Syntax deutlich produktiver ist als der in Word eingebaute (zu dem von Word 2007 verwendeten kann ich mangels Erfahrung noch nichts sagen), während die Satzqualität für die Zwecke, wo ich ihn einsetze (z.B. Präsentationen), ausreichend ist. Dies sind nicht Aussagen eines MS- SoftMaker-, OOo- oder LaTeX-Fans, sondern die Erfahrungen eines Benutzers, und viele meiner Kollegen mit ähnlichen Bedürfnissen würden dies unterschreiben.

Ich kenne da auch eine ganze Reihe von Leuten, die schreiend weglaufen, wenn man sie mit LaTeX belasten will. Dazu gehören auch Leute aus dem universitären Umfeld, denn auch da ist so ein Word mit ein paar Klicks lieber gesehen als LaTeX... Ist leider so... Und wenn man sich einmal hier im Forum umschaut, dann finden sich ein paar Anfragen zu realen Problemen, die sich auf den Formelsatz mit MathType beziehen (unter Word erstellt, in TM importiert, etc.)...

dieter.issler hat geschrieben:
Wie OOo OLE behandelt bzw. nachbildet, weiss ich nicht, aber meine trivialen Beispieldateien zeigen, dass es solche Objekte lesen, verstehen und einwandfrei schreiben kann, und zwar auch unter Linux.

Die verwenden etwas proprietäres, wie bei den Dateiformaten auch. Allerdings ist die von OO eingebettete Information nur lesbar, wenn man den Formeleditor von OO 1:1 nachprogrammiert und dann diese Daten an den eigenen übergibt.

dieter.issler hat geschrieben:
Daher ist es für mich schwierig nachzuvollziehen, dass etwas Analoges in SoftMaker sehr schwierig sein solle.

Weil es nichts ist, was man "mal eben" machen kann. Der Aufwand ist enorm und die Entwicklung eines eigenen Formeleditors ist quasi die Entwicklung eine komplett neuen Programms. TM unter Linux kann ein Dokument mit eingebetteter Formel einlesen, sofern es vorher von OO als Word-DOC gespeichert wurde. Dann wird das Objekt angezeigt, ist jedoch nicht editierbar. Ich sehe mittelfristig keinen integrierten Formeleditor für dem TM unter Linux, allerdings mache ich nicht die Zeitpläne.


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BeitragVerfasst: 27.03.2009 16:10:25 
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Das ist sehr schade. Ein Formeleditor gehört für mich mit zu den wichtigsten Funktionen.
Dann brauche ich wohl gar nicht mehr drüber nachdenken meine Studien- und Bachelorarbeit mit Textmaker zu schreiben.
:(


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BeitragVerfasst: 27.03.2009 16:38:44 
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mdosch hat geschrieben:
Dann brauche ich wohl gar nicht mehr drüber nachdenken meine Studien- und Bachelorarbeit mit Textmaker zu schreiben.

Das betrifft ja nur die Linux-Version. In der Windows-Variante ist das alles kein Problem, weil hier entsprechende Produkte und programmübergreifende Schnittstellen zur Verfügung stehen. Das ist bei Linux leider alles nicht gegeben.
Daher bleibt auf diesem System nur die Verwendung eines externen Formeleditors, der die Daten dann als Grafik ablegt und diese dann in den TM integriert werden kann.


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BeitragVerfasst: 23.04.2009 17:04:16 
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Es ist keine Lösung, aber immerhin eine Art Workaround, mit dem man trotzdem einen Formeleditor in Textmaker verwenden kann.

Sinn macht diese Anleitung allerdings nur für die, die zwar KFormula auf ihrem System installiert haben, die jedoch wie ich, beim Exportieren der erstellten Formeln nur eine weiße Bilddatei zu sehen bekommen. Außerdem ist für diesen Vorgang Imagemagick nötig.

1. Formell erstellen und speichern.
2. Formell als PDF-Datei drucken (Datei drucken... → als Drucker "In Datei drucken (PDF)" auswählen)
3. In der Shell in den Ordner wechseln, der die PDF-Datei enthält und folgendes ausführen:
Code:
convert -density 300x300 -trim ./datei.pdf ./datei.png

Damit wird die Datei auf eine Auflösung von 300x300 dpi (-density 300x300) gebracht, die weißen Ränder werden beschnitten (-trim) und man erhält eine Bild-Datei im PNG-Format (auch andere Formate sind möglich).
4. Bild-Datei in Textmaker importieren.

TIPP: Die standardmäßig eingestellte Schriftart Times kann bei der Konvertierung nicht so schön aussehen, da sich einige Zeichen überlagern können. Ich empfehle hier einfach eine andere Schriftart zu wählen, die die erforderlichen Zeichen beinhaltet, aber von höherer Qualität ist. Dies ist oft bei den kommerziellen Schriften der Fall.


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BeitragVerfasst: 23.04.2009 17:08:43 
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Stellvertretend Danke für die Anleitung, das hilft sicher einigen Anwendern mit ähnlicher Problemstellung


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BeitragVerfasst: 01.05.2009 14:33:10 
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Entschuldigung, wenn ich mich hier auch nochmal als Unzufriedener einreihe.
Die Argumentation, die Entwicklung eines eigenständigen Formeleditors sei zu aufwendig, mit dem Verweis auf die Firma MathType ist ein wenig fadenscheinig. [-X Der Editor, den Softmaker und MS Office lizensieren, besteht seit 1994 in dieser Form. An dieser Software wurde nichts getan, außer sie weiterhin zu lizensieren. Von Aufwand kann da keine Rede sein.
Auch der vorletzte Post des Moderators ist irgendwie "merkwürdig". Es sei ja nur die Linuxversion betroffen, ich glaube kaum, dass ich beide Version von Softmaker Office lizensieren möchte (vom neu Booten des Rechners mal ganz abgesehen) nur um eine Formel setzen zu können.

Es wäre daher sinnvoll, Textmaker einen Latex oder MathML Filter zu spendieren und das nicht erst mit der nächsten Version und sondern mit dem nächsten Service Pack, sonst kommt man von OpenOffice nie weg.


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BeitragVerfasst: 02.05.2009 09:00:42 
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Quickdraw hat geschrieben:
Entschuldigung, wenn ich mich hier auch nochmal als Unzufriedener einreihe.
Die Argumentation, die Entwicklung eines eigenständigen Formeleditors sei zu aufwendig, mit dem Verweis auf die Firma MathType ist ein wenig fadenscheinig.

Nun, fakt ist, dass hier relativ wenig Nachfragen nach einer entsprechenden Funktion zu finden sind. Die, die es gegeben hat, wird SM entsprechend auf die Wunschliste gesetzt haben. Allerdings ändert das nichts an meiner Aussage.

Quickdraw hat geschrieben:
Es wäre daher sinnvoll, Textmaker einen Latex oder MathML Filter zu spendieren und das nicht erst mit der nächsten Version und sondern mit dem nächsten Service Pack, sonst kommt man von OpenOffice nie weg.

MathML könnte eine langfristige Alternative für alle Versionen werden, LaTeX ist unsinnig, da es das Gros aller potentiellen Anwender nicht einfach umsetzen kann. Sprich: Wenn, dann einen grafischen Formeleditor. Das alles geht aber definitiv nicht in einem Servicepack, weil es einige größere Änderungen erfordern würde. Daher sehe ich auch weiterhin mittelfristig keinen Formeleditor für die Linuxversion. Das nicht zuletzt, weil das Betriebssystem nicht über vergleichbare Schnittstellen verfügt, die es unter Windows bspw. gibt. Damit ist die Nutzung externer Programme (wie bei OLE) leider nicht möglich und es bedarf einer kompletten Eigenentwicklung.

Da wird sicherlich auch direkt ein SoftMaker noch etwas zu schreiben, ich sehe allerdings derzeit wichtigere Projekte als einen Formeleditor.


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BeitragVerfasst: 02.05.2009 12:05:25 
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pbk hat geschrieben:
Nun, fakt ist, dass hier relativ wenig Nachfragen nach einer entsprechenden Funktion zu finden sind. Die, die es gegeben hat, wird SM entsprechend auf die Wunschliste gesetzt haben. Allerdings ändert das nichts an meiner Aussage.


Fakt ist, das es eine grundlegende Funktion ist und es eine Nachfrage gibt! Es ist ebenso Fakt, dass ich daher SoftMaker Office nicht unter Linux nutzen kann. Bei einem zehn Seiten Text mit drei Formeln, dauert jeder Workaround oder jedes Umbooten länger, als es in Latex zu setzen (trotz der grottenschlechten Usability) oder man nimmt gleich OpenOffice/StarOffice. Der Verweis, dass "nur" die Linuxversion betroffen ist, grenzt an das Verhalten von Microsoft. Gibts halt nicht! Das nenn ich kundenfreundlich!

pkb hat geschrieben:
Da wird sicherlich auch direkt ein SoftMaker noch etwas zu schreiben, ich sehe allerdings derzeit wichtigere Projekte als einen Formeleditor.


Ich dachte auf die Wünsche von Kunden einzugehen wäre wichtig! Aber das korrespondiert mit diesem Bericht über das hiesige Forum:
http://forum.ubuntuusers.de/topic/softmaker-office-2008--eine-alternative--vora/


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BeitragVerfasst: 02.05.2009 12:36:46 
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Quickdraw hat geschrieben:
Fakt ist, das es eine grundlegende Funktion ist und es eine Nachfrage gibt! Es ist ebenso Fakt, dass ich daher SoftMaker Office nicht unter Linux nutzen kann.

Es ist unumstösslicher Fakt, dass diese Tatsache *vor* dem Kauf bekannt gewesen ist und ich daher nicht nachvollziehen kann, wieso nun plötzlich das Paket nicht nutzbar sein soll, nur weil eine bekannterweise nicht vorhandene Funktion auch tatsächlich nicht vorhanden ist. Es ist als Wunsch vernommen worden und alles weitere dazu wurde bereits gesagt.

Quickdraw hat geschrieben:
Bei einem zehn Seiten Text mit drei Formeln, dauert jeder Workaround oder jedes Umbooten länger, als es in Latex zu setzen (trotz der grottenschlechten Usability) oder man nimmt gleich OpenOffice/StarOffice. Der Verweis, dass "nur" die Linuxversion betroffen ist, grenzt an das Verhalten von Microsoft. Gibts halt nicht! Das nenn ich kundenfreundlich!

Es ist so, wie geschrieben... Unter Windows ist das alles kein Problem. Dass es unter Linux an entsprechenden Schnittstellen mangelt und man das Rad ständig neu erfinden muss fällt nun einmal nicht in die Verantwortung von SoftMaker. Genau wie es unter Windows Mobile kein OLE und damit auch dort keinen Formeleditor gibt, gibt es das derzeit auch nicht in der Linux-Version.

Wenn es eine Formeleditor-Lösung für Linux geben wird, dann muss diese so ausgelegt sein, dass die Daten auch wieder von der Windows-Version bearbeitet werden können, denn nur dann macht es Sinn eine Anwendung auf mehreren Plattformen anzubieten.
Das programmiert sich halt nicht innerhalb von ein paar Stunden, sondern bedarf eines deutlich größeren Aufwands -- nämlich der Entwicklung einer komplett eigenen Formeleditor-Lösung. Ich kann nachvollziehen, dass das für einen Anwender unter Umständen schwer verständlich ist. Angesichts der geringen Nachfrage halte ich es tatsächlich für ausgeschlossen, dass es in absehbarer Zeit eine entsprechende Lösung geben wird -- da will ich Dir auch gar keine Illusionen machen.


Quickdraw hat geschrieben:
Ich dachte auf die Wünsche von Kunden einzugehen wäre wichtig! Aber das korrespondiert mit diesem Bericht über das hiesige Forum:

Das korrespondiert überhaupt nicht damit, weil auch das, was da geschrieben steht aus der Luft gegriffen und frei erfunden ist -- Du kannst es ja selbst nachlesen, anstatt einfach unreflektiert irgendwas zu verlinken.
Es ist aber tatsächlich naiv, zu glauben, dass man für einen Kunden eine individuelle Lösung entwickelt und dafür den gesamten Rest der Entwicklung liegen lässt. Das geht nun einmal nicht. Alle Wünsche müssen immer auch in Relation zu betroffenen Kunden, verkauften Lizenzen und einigen anderen Faktoren gesetzt werden. Dass für Dich subjektiv diese Funktion wichtig sein mag, bestreitet niemand. Aber der Schluss, dass es dann auch im Programm umgesetzt werden müsste, stimmt so verallgemeinert halt nicht. Für mich ist ein Formeleditor mittlerweile z.B. vollkommen irrelevant, vor ein paar Jahren sah das noch etwas anders aus -- und glaube mir, damit bin ich hier nicht alleine.

Ich habe auch eine ganze Menge Wünsche, die ich für sinnvoll für das Programm erachten würde. Aber deren (noch) nicht stattgefundene Umsetzung bedeutet für mich nicht automatisch den Untergang des Abendlandes, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass es sich um ein Standardprodukt handelt und keine individuelle Entwicklung nur für mich.

Und damit denke ich, ist das Thema Formeleditor für Linux hinreichend behandelt worden. Der Wunsch wurde vernommen -- allerdings wird er sich, wie alle anderen Wünsche auch, in die Liste einreihen müssen und letztlich entscheidet immer noch der Hersteller, welche Funktion umgesetzt wird und welche nicht. Der wird sich dazu sicherlich auch noch äußern... Also einfach abwarten.


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BeitragVerfasst: 02.05.2009 13:16:22 
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Registriert: 17.11.2008 13:08:20
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Für mich ist der Formeleditor durchaus relevant, obwohl es wichtigeres gibt! Was die Schnittstellen angeht, da hat Linux hunderte, allein die Schnittstellen der Desktopumgebungen sind schon nicht mehr zählbar , (Stichwort qt, gtk+) auch passende Bibs für Speichernutzung sind vorhanden. Alle Bibs lassen sich auch ohne das entsprechende Desktopenvironment nutzen! (Sprich egal, ob man GNOME, KDE, fvwm, xfce o.Ä. nutzt, die Bibs können ohne große Probleme installiert werden und klauen nicht viel Platz)

Was meinen "unreflektierten Link" angeht, es ist nicht aus der Luftgegriffen, wenn der Autor schreibt:
Zitat:
Ein Wort zum Forum und Support von Softmaker… Dieser ist – das muß man ganz klar sagen, unzureichend. Probleme werden versucht, abzustreiten oder totzureden.

Mit besonderer Betonung auf "totreden". Wäre ich jetzt böse, würde ich sagen, wer lesen kann ist klar im Vorteil, aber halten wir die Sache mal auf einer halbwegs professionellen Ebene. Ich weiß, dass Dir das als "Volunteer" wahrscheinlich auf die Nerven geht, hier die Leute bei Laune halten zu müssen, aber Kritik muss nunmal sein und als Kenner der OpenSource Community kann ich Dir sagen, dass es hier noch sehr human zugeht.
Der Formeleditor ist auch kein Einzelwunsch, oder woher kommen die vorherigen Posts?! (Auch im 2006er Thread) Im übrigen bin ich durchaus in der Lage zu improvisieren, aber ich sehe es bei "Standardsoftware" (war halt 'ne Steilvorlage) irgendwie nicht ein, besonders nicht, wenn man dafür bezahlt!

Im Übrigen setzt man keine Software ein, die auf zwei Betriebssystemen unterschiedlichen Funktionsumfang in den Grundfunktionen bietet. Wenn es um einen nicht vorhandene SMASH für Linux geht, meinetwegen, man kommt auch ohne Schnellstarter durchs Leben (Die Pendants unter Windows verursachen regelmäßig mehr Probleme als sie lösen, siehe StarOffice 9). Auch die fehlende Makrosprache ist mir einerlei, ich will Texte verfassen, aber eben leider mit der ein oder anderen Formel.
Die Win-Version hat einen Formeleditor, sehr schön! Die Linux Version nicht, tja, das wars damit.
Ich will hier ehrlich gesagt nichts raushaben, das "*vor* dem Kauf bekannt" hätte "man" sich also sparen können!


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BeitragVerfasst: 02.05.2009 15:09:16 
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Quickdraw hat geschrieben:
Für mich ist der Formeleditor durchaus relevant, obwohl es wichtigeres gibt!

Gut, das hatte ich ja schon geschrieben... Und es werden erst die Dinge abgearbeitet, die für eine Mehrheit interessant sind, danach dann die weniger relevanten Dinge.

Quickdraw hat geschrieben:
Was die Schnittstellen angeht, da hat Linux hunderte,

Und genau das ist eines der Probleme, denn es sind von hundert ganze 99 zuviel. Nichts ist wirklich so standardisiert, dass man es wirklich problemlos nutzen könnte. Und qt und gtk sind Schnittstellen für die Erstellung von Anwendungen und haben erst einmal nichts mit der Einbindung von Objekten aus anderen Anwendungen zu tun. Etwas vergleichbares zu OLE findet man da nicht.

Auch zum Thema SM-Office auf GTK umzustellen wurde bereits alles, was zu sagen ist, gesagt. Es wird nicht passieren.


Quickdraw hat geschrieben:
Mit besonderer Betonung auf "totreden". Wäre ich jetzt böse, würde ich sagen, wer lesen kann ist klar im Vorteil, aber halten wir die Sache mal auf einer halbwegs professionellen Ebene.

Ich weiss nicht, ob Du es nicht verstehen willst: Dein Wunsch wurde vernommen. Punkt.
Das hat mit totreden nichts zu tun. Klar, kann jemand subjektiv so empfinden, wenn er feststellt, dass er einer Mehrheit gegenübersteht, die überhaupt kein Verständnis für einen Wunsch hat -- so ist das halt und das Leben ist kein Wunschkonzert.
Wir drehen uns im Kreis. Es ist alles gesagt und es bringt überhaupt nichts hier jetzt noch einmal diese Diskussionsrunde zu drehen, da sie zu dem immer gleichen Ergebnis kommt: Du kannst ohne einen Formeleditor nicht leben und es gibt mittelfristig keinen... Wenn das bedeutet, dass es für Dich unzumutbar ist, eine Lizenz für das SM-Office zu erwerben und das Fehlen dieser Komponente die ganzen anderen Vorteile gegenüber bspw. OpenOffice überwiegt, dann lass es halt.

Quickdraw hat geschrieben:
Ich weiß, dass Dir das als "Volunteer" wahrscheinlich auf die Nerven geht, hier die Leute bei Laune halten zu müssen

Ich muss hier garnix... Auf die Nerven geht es mir, wenn man als Anwender glaubt, dass ein Hersteller sein Produkt von jetzt auf gleich auf das eigene kleine Universum ausrichtet. Das hat aber nix mit SM zu tun, sondern betrifft alle Produkte gleichermassen.

Quickdraw hat geschrieben:
aber Kritik muss nunmal sein und als Kenner der OpenSource Community kann ich Dir sagen, dass es hier noch sehr human zugeht.

Das hat damit zu tun, dass es hier nicht um Ideologien geht (wobei Dein Versuch einen Formeleditor in die Riege der allgemein wichtigsten Funktionen einer Textverarbeitung zu erheben schon gewisse Züge davon zeigt). Das ist bei dem ganzen OpenSource-Geschraddel leider komplett anders. Da darf man nicht kritisieren. Hier schon -- solange es sachlich bleibt.

Quickdraw hat geschrieben:
Im Übrigen setzt man keine Software ein, die auf zwei Betriebssystemen unterschiedlichen Funktionsumfang in den Grundfunktionen bietet.

Ich versuche es jetzt noch ein letztes Mal: SM-Office enthält *keinen* fest integrierten Formeleditor, in keiner Version. Es gibt lediglich in der Windows-Version eine OEM-Version von MathType, die genutzt werden kann. Von "Grundfunktion" kann da also überhaupt keine Rede sein. Die Grundfunktionen sind bei allen Versionen absolut gleich -- somit also alle von Dir genannten Grundvoraussetzungen erfüllt, qed wie der Akademiker zu sagen pflegt.

Und um es nochmal ganz klar zu machen: Es wird eine *externe* Komponente genutzt, die gibt es nicht in einer Linux-Version und damit hat es sich (erstmal).

Nur fürs Protokoll: Ich nutze auch nicht den mitgelieferten Formeleditor unter Windows, sondern habe ein echtes MathType lizenziert, das kann mehr. Ist auch kein Problem, denn unter Windows kann ich jedes beliebige Programm dafür verwenden und bin keinerlei Zwang unterworfen. Schade, dass "freie" Betriebssysteme hier dem Anwender diese Möglichkeiten vorenthalten.

Und wenn es keine *neuen* Argumente gibt und keine weiteren Meldungen von Personen, die sich einen Formeleditor wünschen, würde ich bitten, diesen Thread für ebensolche Meldungen frei zu halten.


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